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Warum überhaupt noch essen?

Als ich kürzlich mit einer Freundin Lagebesprechung hielt, was ich zum Brunch servieren könne, zu dem wir geladen hatten, kam natürlich die Frage auf, ob ihr Filius oder sie selber an irgendwelchen Nahrungsmittelallergien oder (da muss man sehr scharf unterscheiden!) -unverträglichkeiten leiden würde. Sobald man mehr als drei Leute am Essenstisch sitzen hat, muss man vegetarisch, vegan, glutenfrei, fairtradet, biologisch, regional und vor allem noch lecker kochen. Wenn man dann auch noch lifestylemäßig aufgepimpte Bekannte hat, dann sollten sich zudem noch Montignac und Atkins zum Essen dazugesellen. Unsere Hochleistungssportler dagegen bevorzugen es kohlehydrathaltig und hochkalorisch. Und vor allem sollte man bei
jedem Apfel auf die Energiebilanz und den ökologischen Fußabdruck achten. Ich habe noch nicht alle diese Ernährungskonzepte voll durchblickt, hoffe aber bei jeder Einladung, dass diese sich nicht teilweise gegenseitig ausschließen.
Meine Freundin aber hatte noch ganz andere Vorstellungen, aufgrund derer ich sie beinahe ausgeladen hätte. Sie würde das angebotene Essen nur akzeptieren, wenn jede Komponente ausschließlich von Fahrradfahrern mit selbstgeschnitzten Holzhelmen transportiert worden wären. Nun hat sie mir aber leider noch nicht mitgeteilt, nach welchem Ernährungskonzept sich diese Fahrradfahrer ernähren sollten… Ich frage direkt noch mal nach, wenn wir gleich telefonieren.

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One thought on “Warum überhaupt noch essen?
  • Frank sagt:

    Auf die Gefahr hin dass ich wieder eine Woche grün aussehendes „Iss, das-ist-lecker“ bekomme:
    Du verwechselst Nahrungsmittelunverträglichkeit mit Nahrungsmittelintoleranzen – Nahrungsmittelunverträglichkeit ist der Überbegriff…

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