Keine Sau liest meinen Blog

Ob da wohl jemand zu viel Angela Sommer-Bodenburg gelesen hat?

Vor einiger Zeit, als mein Großer nicht nur der Große sondern auch noch der Einzige war, waren wir auf dem Karls Erdbeerhof. Dort kann man zum einen im Hofladen wirklich ausgefallene Sachen kaufen, zum anderen wartet der Hof mit Maislabyrinth, Ponyreiten, Streichelzoo und einem großen Spielplatz auf. Auf eben diesem Spielplatz saß ich auf einer Bank und schaute meinem Großen dabei zu, wie er im Sand buddelte. Plötzlich, wie aus dem Nichts erschien lautlos ein Junge, strubbelige Haare, diabolisches Grinsen im Gesicht und mit einer Schaufel bewaffnet. Mit seinem Mordinstrument fing er auch augenblicklich und ohne Vorwarnung an, auf den Kopf meines Sohnes einzudreschen.

Auf der Bank mir gegenüber erblickte ich eine zunehmend hektischer werdende Tümmerlotte aus offensichtlich bildungsferner Schicht mit Kippe im Mundwinkel, die aufsprang, um ihre Teufelsbrut zur Räson zu bringen. Da weiß man ja schon, was kommt. Es gibt ja nur eine begrenzte Auswahl an Namen, die eine solche Frau ihrem Sprössling nachbrüllen kann. Entweder Justin, Dustin, Mike oder Kevin. Vielleicht noch Marvin oder Pascal.

Heute aber krieche ich in Demut und Schuldgefühlen, weil die Dame keineswegs einen dieser Schadennamen krakeelte. Vielmehr donnerte sie über den gesamten Spielplatz hinweg:

„Rüdiger! Rüdiger! Nisch hauen! Lass dem Jungen in Ruhe!“

Vampir

 

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