Keine Sau liest meinen Blog

Das goldene Mittelmaß

Unsere Kinder naschen! Ja, hiermit bekenne ich mich offen zu der Randgruppe der Mütter, die ihre Kinder noch ungehemmt naschen lassen. Meiner Erfahrung nach Essen Kinder genau das, was sie brauchen. Wenn oder vielmehr falls man ihnen eine breite Palette anbietet. Wenn der Reiz des Verbotenen wie ein mystischer Nebel über jedem Stückchen Schokolade hängt, und man nur auf andererleuts Kindergeburtstagen mal so richtig zuschlagen darf, verschwinden schon mal während der ersten zwanzig Minuten einer solchen Feierlichkeit zwei bis drei LKW-Ladungen Negerküsse, Weingummies, weiße Mäuse und Schokoriegel in einem einzigen Kind. Vornehmlich in denen, die zu Hause nichts oder nur streng reglementiert Süßes essen dürfen.

Ja, ich kann damit leben, dass Kinder in den Kindergarten und in die Schule keine Süßigkeiten mitbringen dürfen. Sie bekommen ja schon genug Industriezucker mit dem täglich ausgeschenkten Kakao dort. Der Tages-Bedarf an künstlichen Farb- und Aromastoffen kann zweifelsohne durch die Erdbeermilch gedeckt werden. Obwohl ich mich doch bei dem umsichgreifenden Süßigkeitenverbot in den Einrichtungen frage, was in den Pausenräumen der Betreuer, Lehrer und Erzieher auf dem Tisch steht. Da mein Jüngster kürzlich in einen solchen Raum eindrang und heimlich eine komplette Packung mit Pralinen vernichtete (die Kindergartenleitung versicherte mir glaubhaft, dass diese nicht alkoholhaltig gewesen sein) denke ich, dass dort auch eher selten Rohkostteller und Müeslischälchen zu finden sind.

Obwohl ich eine sehr lockere Haltung die Ernährung betreffend habe, bin ich doch erschüttert, dass viele Mütter gar nicht mehr wissen, was sie ihren Kindern und vor allem ihren Babies zu Essen geben sollen. So wurde kürzlich darüber berichtet, dass an Neugeborene in guter Absicht anstelle von Muttermilch oder Gemüsebrei pürierte Milchschnitten verfüttert werden (http://www.ksta.de/koeln/-gesundheitsamt-warnt-viele-uebergewichtige-kinder-in-koeln,15187530,26241356.html)!

Da frag ich mich, was in Leute vorgeht, die wirklich annehmen, dass eine zahntötende, kalorienreiche und ballaststoffbefreite Unnützigkeit an Nahrungsmittel besser für Babies sei als eine pürierte Möhre? Auf meiner Recherche habe ich mehrere Foren gefunden, in denen nun lebhaft diskutiert wird, ob sich nun eine Milchschnitte besser eigne, um sie in flüssiger Form an Babies zu verfüttern, oder vielleicht doch eher Kinderriegel, da sei der Milchanteil NOCH höher. Wohingegen die Milchschnittenfraktion mit dem höheren Nährwert durch das enthaltene Getreide argumentiert. Ich verfolge die Diskussion und werde sie vielleicht noch mit weiteren Alternativen bereichern. Vielleicht kommen die gemusten Früchte aus der letzten Bowle gut an? Die können mit dem breiten Spektrum an Fitamienen punkten. Aber nur Süß ist ja auch nicht gut. Sicherlich kann mein neuer Pürierstab auch Pizza und Fritten klein kriegen. Jetzt geh ich meinen Kindern erst mal was kochen. Es gibt nen schönen Burger von McDonalds

 

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