Keine Sau liest meinen Blog

Die „Mantel-Frage“

Da war ich doch vor einiger Zeit mit einem Kunden essen. Und plötzlich war es wieder soweit. Wir standen vor der Tür des Restaurants und das Getanze ging los. Er geht vor, wartet, lässt mich vorbei, hält die Tür auf, geht einen Schritt zurück, mit dem Erfolg, dass ich mir beinahe den Kopf an der Tür einschlage… Kann ich mich drauf verlassen, dass er die Grundregeln des guten Benimms kennt? Wird er vor mir durch die Restauranttür gehen? Oder ist er ein „Halbwisser“, der immer nach dem Allgemeinplatz „Ladies first“ agiert? Kann er sich darauf verlassen, dass ich die Regeln kenne und auch „mitspiele“? Vielleicht bin ich ja eine von den Frauen, die selber bezahlen, selber fahren, selber denken, selber die Tür aufhalten!
Ja, zugegeben, so eine Frau bin ich. Ich kann das alles alleine. Wie die meisten von uns. Ich kann Auto fahren, das Portemonnaie öffnen, verdiene mein eigenes Geld und bin meist ziemlich klar im Kopf. Aber wie schön ist es doch, wenn man ab und an auf einen Mann trifft, der höflich und gut erzogen ist! Wenn man sich einen Abend nicht darum kümmern muss, dass der Kellner an den Tisch kommt, sich keine Gedanken darum machen muss, wer nach Hause fährt und wer ein Gläschen Wein trinken darf oder wie man ein Taxi bekommt. Und dann wird man von seinem charmanten Begleiter behutsam in den Mantel gehüllt und respektvoll in den Wagen durch die bereits von ihm geöffnete Tür bugsiert.

Also, Jungs, traut Euch ruhig mal, ein Bisschen Alte Schule an den Tag zu legen. Die Mädels, die das nicht wollen, müssen dann eben ein Bisschen schneller zum Taxi laufen, um vor Euch an der Tür zu sein, etwas schneller das Portemonnaie ziehen, etwas schneller den Mantel greifen. Selber Schuld.

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